„Ich weiß nicht, wie irgendjemand von uns denken kann, dass irgendetwas davon ohne mich reproduzierbar ist“, sagt Giorgio Armani in einem kleinen Backstage-Besprechungsraum einige Stunden vor seiner „One Night Only Venice“-Laufstegshow im September diesen Jahres. Heute ist der 1,72 m kleine Italiener mit den scharfen Gesichtszügen 90 Jahre alt – und führt sein Imperium nach wie vor mit straffen Zügeln.
Während Branchengrößen wie Valentino, Gucci und Versace längst an ausländische Investoren verkauft haben, bleibt der legendäre Modeschöpfer alleiniger Anteilseigner des Unternehmens, das seinen Namen trägt. An dieser Entscheidung hat er nie gezweifelt, denn sein schlimmster Alptraum wäre die Übernahme seines Lebenswerks durch eines der französischen Luxus-Konglomerate – da ist er ganz offen: „Diese französischen Konzerne wollen alles haben, das verstehe ich nicht … das ist ein bisschen lächerlich“, schimpft er. „Warum sollte ich mich von einer dieser Megastrukturen beherrschen lassen, denen es an Persönlichkeit fehlt?“

Ein bisschen freundlicher gestimmt scheint er gegenüber den italienischen Moderiesen. Im Jahr 2021 hat er gegenüber der amerikanischen Vogue erklärt, er sei offen für eine „Liaison mit einem wichtigen italienischen Unternehmen“, was schnell Spekulationen über einen Verkauf auslöste. Viel Lärm um nichts, denn heute lässt er alle Welt wissen, dass er nirgendwo hingehen wird: „Jeder sagt mir, ich solle mich einfach zurückziehen und die Früchte dessen genießen, was ich aufgebaut habe, aber ich sage nein … absolut nicht.“
Das ist gut so, denn ohne den brillanten, ikonischen Kopf kann man sich die Brand kaum vorstellen. Armanis Weg begann in den 1930er Jahren in Piacenza, Italien. Der junge Giorgio hatte ein Medizinstudium begonnen, war aber extrem unglücklich – seine Leidenschaft war die Mode, denn die war ihm bereits in die Wiege gelegt worden. Immer wieder betont der Designer im Laufe seiner Karriere, dass die schlichte Eleganz und das messerscharf treffsichere Stilgefühl seiner Mutter seine Arbeit prägte wie nichts und niemand sonst. Also brach er das Studium ab und wurde Schaufensterdekorateur im Mailänder Kaufhaus „La Rinascente“. Später sammelte er Erfahrungen als freiberuflicher Designer für namhafte Marken wie Zegna und Ungaro. Im Jahr 1975 war es endlich so weit: Er gründete das legendäre Modelabel „Giorgio Armani S.p.A.“

Heute ist Armanis Mode ein Synonym für Understatement, Klasse und zeitlose Eleganz. Die Looks zeichnen sich durch präzise Schnitte, eine subtile Farbpalette und hochwertige Materialien aus. In seiner Art, die Frau zu sehen und einzukleiden, spürt man erneut Armanis Bewunderung für seine Mutter. Er sieht Frauen als Symbol für Stärke, Selbstbewusstsein und Eleganz und setzt auf konsequente Silhouetten, die die Weiblichkeit in ihrer modernen Vielfältigkeit feiern – von klassischen Anzügen bis hin zu raffinierten Abendkleidern. Armani denkt aber nicht in Traumbildern. Er will, dass seine Kreationen echte Frauen in allen Situationen des Lebens begleiten. Deshalb ist seine EA7-Linie nicht nur stylisch und hochwertig, sondern vor allem extrem funktional – Sportbekleidung, die Forschung mit Eleganz verbindet. Im Laufe der Jahre hat die Linie eine starke, eigene Identität entwickelt und begleitet Frauen sowie Männer bei unterschiedlichsten Sportarten wie Tennis, Basketball, Wassersport, Bergsport, Golf und natürlich Ski. Wer auf technische Neuerungen „abfährt“, der kommt bei der Herbst-/Winterkollektion auf seine Kosten: Skijacken und -hosen sind aus recycelter Mikrofaser hergestellt und bieten einen Hitzeschild mit atmungsaktiver Außenfläche.
Ganz neu in dieser Saison ist die PROTECTUM7-Technologie, eine Membran aus Polyamid und Elasthan, die eine Wassersäule von 20.000 mm und eine extreme Atmungsaktivität aufweist. Zur Erklärung: Der Begriff „Wassersäule“ beschreibt, ab wieviel Druck ein Material Wasser durchlässt. Mit 10.000 mm ist man damit auf der sicheren Seite, und mit 20.000 mm kann nun wirklich nichts mehr schief gehen. Die Outfits sind aber nicht nur innovativ, sondern auch ergonomisch und aus hochwertigen Materialien gefertigt. Klassische Farbtöne treffen auf schreiendes Neon, die Grafiken sind von Elementen aus der Natur inspiriert oder interpretieren das EA7-Logo neu. Armani ist und bleibt eben ein Perfektionist!
Weitere Informationen unter https://www.armani.com/de-de/experience/ea7